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Einführung / Einführung

DIE ARTIKULARKIRCHE IN SVÄTÝ KRÍŽ

Die hölzerne Artikularkirche der Evangelischen Kirche A. B. in Svätý Kríž gehört zu den grössten Holzbauten-Kirchen in Europa. Ausser dem Baumaterial was ausschliesslich Holz war, tritt sie durch ihre Mächtigkeit, der Innenverzierung der Fläche und der Kreuzform hervor. Untrennbar gehört zu ihr auch die malerische Gegend der Gebirge der Niederen und Hohen Tatra. Die Geschichte der Kirche enthüllt uns auch die Geschiclite der evangelischen

Kirche A. B. im Liptov-Land. Die Reformlehre von Dr. Martin Luther kam ins Liptov-Land nach dem Jahr 1520. Die Protestanten nutzten am Anfang die alten Kirchen, die sie sich im Geiste der protestantischen Nüchternheit ausgestattet haben. Die anwachsende Gegenreformation und das ständig senkende Sozialniveau der Bevölkerung rief die ständig sich wiederholende Aufstände des ungarischen Adels hervor. Im Jahr 1678 begann der Aufstand gegen den Kaiser. Die Erfolge der Aufständischen und die Angst vor den Türken zwangen den Kaiser Leopold zu Zugeständnissen, insbesondere in religiösen Angelegenheiten. Im Jahr 1681 berief er nach Sopran den Landtag ein, der 82 Artikel kodifizierte. Nach dem Artikel 25 kehrte ins Land die religiöse Freiheit zurück, die verurteilten und verbannten Priester und Lehrer durften zurückkommen. Dem Artikel 26 nach war es den Protestanten in Ungarn gestattet, Kirchen zu bauen – je eine in jeder freien königlichen Stadt und zwei in jeder Gespanschaft. Im Liptov-Land wurden zwei Artikularkirchen erbaut – in Hybe (1681) und in Paludza (1693). Die Kirchen mussten am Rande des Dorfes stehen. Zum Bau durfte man nur Höh verwenden. Die Kirchen durften keine Türme haben, die Glocken und der Eingang mussten auf der Rückseite gegenüber dem Dorf sein.

Die erste Artikularkirche wurde im Jahr 1693 in Paludza erbaut – jedoch wie sie aussah, wissen wir nicht. Zum Umbau in die heutige Form kam es während acht Monate des Jahres 1774. Indenjahren 1974–1982 wurde die Kirche – als Folge des Baues des Wasserkraftwerkes Liptovská Mara – demontiert, restauriert und neu aufgebaut im Kataster der Gemeinde Svätý Kríž. Am 5. 3. 1774 schloss die Paludza evangelische Kirche A. B. einen Vertrag mit dem Zimmerer Joseph Lang über den Umbau der Artikularkirche. Unglaublich schnell, trotzdem, dass Lang nicht lesen und schreiben konnte, wurde die Kirche noch im selben Jahr fertiggebaut. Fast 100 Jahre diente die Artikularkirche dem ganzen Unter und Ober Liptov-Land. Der Holzturm mit dem Glockwerk wurde im Jahr 1781 erbaut, und wenn er auch selbständig steht, bildet er mit der Kirche eine harmonische Einheit. Das jetzige Glockwerk stammt aus den Jahren 1921–22 und seine Benennung ist: Glaube, Hoffnung, Liebe.

Die innere Verzierung begeisterst durch ihre Barockausstattung jeden Besucher.Merkwürdig ist besonders der Barockaltar. Er stammt aus der ursprünglichen Kirche aus dem Jahr 1693. Interessant ist auch die Kanzel. Es handelt sich hier um das Werk des Meisters Schnitzers Jan Lerch aus Käsmark. Die Orgel stammt aus der Werkstatt des Meisters Martin Podkonicky und sie entstand im Jahr 1754. Die heutige Form des Instrumentes ist eine Rekonstruktion aus den 80 Jahren. Dergrosse Luster stammt aus dem Jahr 1780. Er ist aus venezianischem Glas angefertigt. Die Chöre sind zweistöckig auch hinten dem Altar. Geschmückt sind sie von Ornamenten und Malereien aus biblischen Geschichten des alten und neuen Vertrages. Sie sind gekennzeichnet von einer einfacher Form und einer leuchtenden Farbigkeit. Der Taufstein ist aus Stein. An der Südseite der Kirche finden wir Porträte des Dr. Martin Luthers und des Philip Melanchtoms und die Familientafel des ehemaligen Kirchenpatrons Platty und andere. In der Kirche gab es fünf Grüfte, wo ihre letzte Ruhe wichtige kirch-liche Väter (Priester, Lehrer) fanden.

Die Artikularkirche war am 23. 3. 1963 als Kulturdenkmal erklärt und im Jahr 1995 zum nationalen Kulturdenkmal vorgeschlagen. Ihre Schönheit beruht nicht nur in ihrer bildenden und architektonischen  Darstellung. Ihre geistliche Ausdehnung verbergt viel mehr. Bis heute dient die Kirche seinem ursprünglichen Ziel und wir hoffen, dass es so auch in Zukunft bleiben wird zur Verherrlichung der Dreifaltigkeit des Gottes.